Ratgeber

PSA gegen Absturz prüfen und dokumentieren

Auffanggurte, Verbindungsmittel, Karabiner, Seile und Helme: Was zur PSA gegen Absturz gehört, wie oft sie überprüft wird und was ins Prüfprotokoll gehört.

Kurz gesagt

PSA gegen Absturz (PSAgA) gehört zur Kategorie III der persönlichen Schutzausrüstung. Der Benutzer kontrolliert sie vor jedem Gebrauch, eine fachkundige Person überprüft sie regelmäßig – meist mindestens alle zwölf Monate, so wie es der Hersteller vorgibt. Nach einem Sturz wird sie sofort aus dem Verkehr gezogen.

Was gehört zur PSA gegen Absturz?

Zur PSA gegen Absturz zählen alle Teile eines Auffang-, Halte- oder Rettungssystems. Die wichtigsten mit ihren europäischen Normen:

AuffanggurtEN 361
Haltegurt / SitzgurtEN 358 / EN 813
VerbindungsmittelEN 354
FalldämpferEN 355
Mitlaufendes AuffanggerätEN 353-2
HöhensicherungsgerätEN 360
Verbindungselemente (Karabiner)EN 362
AnschlageinrichtungenEN 795
AbseilgeräteEN 341 / EN 12841
Kernmantelseile (statisch)EN 1891
HelmeEN 397 / EN 12492

Die Norm steht auf dem Produkt und in der Gebrauchsanleitung. In der Herstellerdatenbank von APPEC sind die Normen beim Modell hinterlegt.

Kontrolle vor jedem Gebrauch

Vor jedem Einsatz kontrolliert der Benutzer seine Ausrüstung so, wie es die Gebrauchsanleitung beschreibt. Hersteller nennen dafür typischerweise Punkte wie die Lesbarkeit der Kennzeichnung, den Zustand von Gurtbändern, Nähten und Seilen sowie die Funktion von Verschlüssen und Metallteilen. Was genau zu prüfen ist, steht immer in der Anleitung des jeweiligen Produkts.

Regelmäßige Überprüfung durch eine fachkundige Person

Zusätzlich wird jedes Teil regelmäßig gründlich überprüft. Die Norm EN 365 verlangt, dass der Hersteller dafür Anweisungen gibt. Üblich ist ein Abstand von höchstens zwölf Monaten, bei intensiver Nutzung oder rauer Umgebung kürzer. Viele Hersteller bieten Schulungen für Prüferinnen und Prüfer an und stellen Prüfblätter zur Verfügung.

Nach einem Sturz

Teile, die einen Sturz aufgefangen haben oder deren Zustand zweifelhaft ist, werden sofort aus dem Verkehr gezogen. Ob sie wieder verwendet werden dürfen, entscheidet eine fachkundige Person nach den Vorgaben des Herstellers. In APPEC setzen Sie einen solchen Artikel mit einer negativen Prüfung auf „in Reparatur“ oder „ausgemustert“.

Wie lange hält PSA gegen Absturz?

Die maximale Lebensdauer gibt der Hersteller an – für textile Produkte wie Gurte und Seile oft bis zu zehn Jahre ab Herstellung, für Metallteile teils unbegrenzt bei einwandfreiem Zustand. Die tatsächliche Lebensdauer kann durch Nutzung, UV-Licht, Chemikalien oder Hitze deutlich kürzer sein. APPEC zeigt Artikel, deren Lebensdauer endet, rechtzeitig als „demnächst“ bzw. „zu alt“ an.

Was gehört ins Prüfprotokoll?

Für jedes Teil werden in der Regel festgehalten: Hersteller, Modell und Seriennummer, Herstellungs- und Kaufdatum, Datum des ersten Gebrauchs, Datum und Ergebnis der Prüfung je Prüfpunkt, Bemerkungen, Name und Unterschrift der prüfenden Person sowie die nächste Prüfung. APPEC füllt die Artikeldaten automatisch aus, die Prüffragen kommen vom Hersteller.

Stand:

Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick. Er ersetzt weder die Gebrauchsanleitung des Herstellers noch eine Schulung oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Herstellerangaben und die Vorschriften in Ihrem Land.

Mit APPEC

PSA gegen Absturz digital prüfen

Übernehmen Sie Gurte, Seile und Karabiner mit Prüffragen und Lebensdauer aus der Herstellerdatenbank, kennzeichnen Sie sie mit NFC oder QR-Code und prüfen Sie am Handy. Das Protokoll mit Fotos und Unterschrift steht sofort als PDF bereit.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Ihre Frage ist nicht dabei? Schauen Sie in die Dokumentation oder schreiben Sie uns.

Wie oft muss ein Auffanggurt geprüft werden?

Vor jedem Gebrauch durch den Benutzer und regelmäßig durch eine fachkundige Person – in der Regel mindestens alle zwölf Monate. Maßgeblich ist die Gebrauchsanleitung des Herstellers.

Wie lange ist ein Auffanggurt haltbar?

Das legt der Hersteller fest; bei textilen Produkten sind es oft bis zu zehn Jahre ab Herstellung. Starke Nutzung, UV-Licht oder Chemikalien können die Lebensdauer verkürzen.

Wer darf PSA gegen Absturz prüfen?

Eine fachkundige Person, die die Ausrüstung und die Vorgaben des Herstellers kennt. Welche Schulung nötig ist, regeln Hersteller und nationale Vorschriften.

Was tun nach einem Sturz?

Das Teil sofort aus dem Verkehr ziehen und von einer fachkundigen Person beurteilen lassen. Viele Hersteller schreiben vor, dass Teile nach einem Sturz ausgesondert werden.

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